FACEBOOK

Wir testen gerade einen neuen Versuchsballon: Facebook. Zwar sehen wir diese Form des sozialen Netzwerk durchaus kritisch, trotzdem wird deutlich das es kaum einen anderen digitalen Raum gibt in dem sich so viele Menschen ballen. Bei Facebook trifft das vorallem auf junge Menschen zu, die wir versuchsweise erreichen wollen. Dabei stellen wir fest, das es nicht schwer ist, sogenannte Freundschaften zu knüpfen, die als Multiplikatoren fungieren, ein Austausch aber nur schleppend stattfindet. Es scheint mehr eine Klickwelt zu sein, das durchlesen kurzer Texte ist auch noch zumutbar, betrachten von Bildern oder Videos ist ebenso üblich… aber richtiger Austausch? Schwierig.

Juni 18th, 2012

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Gedanken zu den Olivenabholtagen 2012

Was ziehen ich, was ziehen wir aus den Olivenabholtagen?

Zunächst einmal habe ich das Fest als eine Art Verbildlichung oder Realwerdung der ansonsten virtuellen arteFakt Unternehmung empfunden und gelesen. Alles was arteFakt auch sonst ausmacht begegnete mir hier in echt. Mit all ihren Anbietern, Kunden, Produkten, dem Netzwerk, den kleinteiligen Inseln, der Vielfalt, der Folklore, das Unübersichtliche, Umtriebige, Lebendige. All das was mir gefällt und auch das was mich stört.

In echt und zum anfassen nahe. Kurzum: die Stärken und Schwächen auf einer Wiese versammelt. Sehr interessant also. Vor allem vor dem Hintergrund der bisherigen Arbeit. Das Fest ist arteFakt in einer realen Form. Was denke ich also wenn ich dort hindurch spaziere und das ganze beobachte? Was gefällt mir, was stört mich und was fehlt mir?

Es sind ja schon einige Schlüsse gezogen und einige Haltungen und Ideen entwickelt worden. Ich muss arteFakt über das Fest nicht neu analysieren. Doch reizt es mich meine und unsere Haltungen mit diesen Eindrücken abzugleichen. Auch habe ich versucht noch mal ganz neu und unbelastet zu gucken um meine bisherigen Eindrücke noch mal einer Prüfung zu unterziehen.

Eine unserer grundsätzlichen Ideen zur Zukunft arteFakts ist es den Kern der Unternehmung (bestes Olivenöl/Erzeuger-Verbraucher Beziehungen) auch konzeptionell wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen und somit zu verdeutlichen. So auch den Ansatz das Angebot zu verschlanken (auf Öl und „nahestehende“ Produkte) und dadurch mehr herauszustellen. Auch die Stärken der Unternehmung (so z.B das Wissen über Produktion und um die komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge auf dem Olivenölweltmarkt) ansprechend und wirksam zu transportieren. Der aktuelle Auftritt arteFakts erscheint uns etwas unübersichtlich und auch überladen. Komme ich auf die arteFakt Internetseite frage ich mich „worum geht es hier eigentlich?“ Wo ist der Kern? Und so ähnlich erging es mir auch auf dem Fest. Alles ist sympathisch. Die Besucher haben Spaß, es gibt Gespräche und Austausch zwischen unterschiedlichsten Menschen und viele neue Kontakte werden geknüpft. Aber ich kriege diesen Kern nicht zu fassen. Ich vermute dass eine Person, die man ohne Vorwissen auf dem Fest „ausgesetzt“ hätte, nach einiger Zeit zu dem Schluss gekommen wäre es geht hier um das „Essen“ im allgemeinen. Dies ist etwas das ich auch in dem sonstigen Auftritt der Unternehmung wiederfinde. Der besondere Aspekt von Verbraucher/Erzeuger Kampagnen war für mich nicht offensichtlich. Nicht herausgestellt genug. Das Öl erschien mir als ein Angebot von vielem. Nun ist diese Vielfalt und auch das bei mir entstehende Bild auch eine Stärke von arteFakt. Eine Stärke die funktioniert. Doch schaue ich mit anderen Augen auf das Ganze. Mit kritischen Augen. Und auch vor allem aus der Perspektive einer jüngeren Generation.

Wie auf der arteFakt Internetseite und dem sonstigen Auftritt erscheint mir alles ein wenig zu unübersichtlich und überladen. Zu viele verschiedene Angebote über das Öl hinaus.

Warum fühle ich mich so? Bin ich konservativer als meine Eltern? Wird mir alles schnell zu viel? Ansonsten gefällt mir ja die Vielfalt und auch ein Überangebot an Möglichkeiten. Aber gerade in diesem Kontext wünsche ich mir eine Vereinfachung und Klarheit. Ganz einfach weil das Vertrauen erzeugt. Die Kompetenz ist schon da. Aber sie wird mir noch nicht genug vermittelt. Und ein Überangebot von verschiedenen Produkten steht mir da im Wege. Und genau dieses Gefühl hatte ich auch auf den Abholtagen. Interessanteweise wurde dieses Gefühl in Gesprächen mit einzelnen älteren Kunden auch bestätigt.

Grundsätzlich kann man feststellen, dass es auf dem Fest drei Kategorien von Besuchern/Kunden gab:

1. Freunde von arteFakt die sich tief verbunden fühlen mit der Unternehmung und gut informiert sind über das Streben von arteFakt.

2. arteFakt Kunden die das Angebot kennen, schätzen und nutzen, sich aber eher als Kunden definieren und arteFakt einfach als einen Anbieter von Olivenöl und anderen Produkten sehen.

3. Besucher die wenig bis nichts über arteFakt wissen und aus Neugier zu der Veranstaltung kamen.

Die Mehrzahl der Besucher ist der zweiten Gruppe zuzuordnen. Der Altersdurchschnitt aller Besucher ist bei ca. 50 Jahren einzuschätzen.

Wir haben über unsere Fragen-Wand ca. 140 Antworten erhalten und viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Besuchern geführt. Interessant sind diese Ergebnisse im Abgleich mit unserer bisherigen Arbeit. Festzustellen ist natürlich, dass unserer bisherigen Ideen, Feststellungen und Entscheidungen nicht grundsätzlich dem widersprechen was wir auf dem Fest auch von „älteren“ Kunden an Einschätzungen zu arteFakt gehört haben. Damit einher geht die Hoffnung und auch Überzeugung dass neue Ansätze, die arteFakt auch einer jüngeren zugänglich machen, nicht ältere Freunde der Unternehmung ausschließen. Aus den erhaltenen Antworten fallen mir im besonderen diese folgenden auf. Ich habe sie herausgesucht weil sie unserer bisher erarbeiteten Haltung entsprechen, sie meiner Meinung nach den Kern unserer Ansätze und der gesamten Fragestellung treffen und ich denke, dass sie einer jüngeren Generation auch wichtig sind.

„Back to the Roots“

Diese Ausspruch kann natürlich vielerlei bedeuten doch entspricht er anscheinend dem was auch in Gesprächen auf dem Fest herauskam und ich oben schon versucht habe zu skizzieren: was ist der Kern der Unternehmung? Das Öl und die Stärkung der Beziehungen (zum Produkt und zu den Erzeugern). Das sind die Wurzeln. Das ist die Stärke und das ist das Besondere. Das muss weiterverfolgt werden und deckt sich mit den von uns erarbeiteten Konzepten.

„Spezialisieren und nicht verbreitern“

Auch hier ein Hinweis darauf sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Doch muss man sich gar nicht mehr weiter spezialisieren. Das Wissen und die Strukturen sind ja schon da.
„Mehr Transparenz über die Bioprodukte und die konventionellen Lebensmittel“

Ich schätze es so ein, dass junge Kunden, die sich für eine solche Kampagne interessieren, eine hohe Erwartungshaltung an ein solches Produkt haben und „Bio“ voraussetzen um mit einzusteigen. Der Anspruch nach Absicherung durch herkömmliche Bio Zertifikationen ist bei vielen jüngeren Kunden meiner Einschätzung nach sehr vorhanden. Wenn man Bio und Konventionell mischt, dann sollte es eine auffällige Kennzeichnung an allen Produkten geben. Der Wunsch nach Transparenz begegnete mir häufiger in Gesprächen. Die Hinweise darauf, dass es ja Transparenz schon gibt, verfingen sich nur zum Teil. Es ist vielleicht auch eine Frage der Gestaltung und Vermittlung der Inhalte. Doch ist dieser Aspekt in dem jetzigen Auftritt noch ausbaufähig (konzeptionell und in der Vermittlung).

 „Dosenrecycling? Wer volle Dosen wegtragen kann, der kann auch Leere zurückbringen. Nachhaltigkeit weiterverfolgen“

Auch hier ein interessanter Hinweis darauf, dass Kunden an arteFakt höhere Maßstäbe ansetzen als an andere Unternehmen. Etwas das ich auch bei jüngeren Kunden erwarte. Ob es jetzt möglich ist, Dosen zurückzunehmen oder nicht sei dahingestellt. Doch die grundsätzliche Forderung immer das bestmögliche in Sachen Nachhaltigkeit zu machen ist etwas dass auch wir als essentiell für ein zukünftiges arteFakt ausgearbeitet haben. Und das was schon gemacht wird, sollte noch mehr transportiert werden.

„Mehr Transparenz, mehr Information über die Firma“
Ein weiterer Hinweis auf den Wunsch nach Transparenz. Allerdings hier im Zusammenhang mit dem Unternehmen insgesamt. Aus der Sichtweise unseres Arbeitsauftrages (junge Generation) sehe ich es so, dass unsere Generation im Kontext einer Unternehmung wie arteFakt extrem hohe Maßstäbe ansetzt. Motto: „Wie die wollen anders sein als andere? – Dann schauen wir mal genau hin ob sie es auch sind.“

„Gut gemachte Erzeuger und Ausstellerbroschüre mit Kurzporträts am Eingang verkaufen, verteilen oder versenden und im Internet Verlinkung zur Homepage aller Aussteller“
Eine wirklich gute Idee für das Fest! Und auch etwas was unserem Ansatz der Verdeutlichung der Erzeuger entspricht.

 Hier einige weitere Antworten die auch für unsere Arbeit wichtig sind.

 – das Öl verlängert mein Leben!

– Keine Zwischenhändler; direkter Erzeugerkontakt und gemeinsames Streben nach Qualität! Super!

– Die Wirtschaftslogik bzw. Ethik

– dass es Feinschmecker vereint
– dass es lokale Erzeuger und kleine und Familienbetriebe unterstützt
– Geschmackserlebnisse und Genuss

–  ich kann auf die Qualität der Produkte vertrauen

 

Ideen und Gedanken für das nächste Jahr

Was mir gefehlt hat war eine Ausstellung. Ein Zelt voll mit gut gestalteten Infografiken über Öl in allen seinen Aspekten (vom Baum, der Geschichte, bis zu modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Welthandel, auch Kritik an konventionellen Öl etc…). Dazu viele Fotos von den Erzeugern, der Ernte, dem Anbau. Portraits von jedem einzelnen Bauern. Vielleicht kurze Filme, Karten… all das was den Kern arteFakts ausmacht. Die Auskünfte der letzten Jahre übersetzt in eine kleine Ausstellung. Ich glaube dass soetwas viele interessiert hätte.

Grundsätzlich denke ich, dass es der Veranstaltung gut tun würde das Angebot zu verschlanken und auf Öl (und andere Produkte der Erzeuger) zu reduzieren. Die Kombination mit Musik und Angebote für Kinder würde ich auf jeden fall beibehalten. Der Eindruck eines Festes, also dass es über eine Art „Messe“ hinausgeht und vor allem ein Erlebnis ist das Spaß machen soll tut der Veranstaltung gut.

Das Prinzip der Olivenabholtage übertragen auf eine junge Generation würde eher so aussehen, dass man auf vorhandene Veranstaltungen, auf denen eher ein jüngeres Publikum ist, geht und arteFakt dort vorstellt.

 

 

 

 

 

Mai 19th, 2012

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Bestandsaufnahme/Weiterentwicklungen

1.    Halbjährliche Kommunikation -> Ständige Kommunikation mit Zuspitzungen

Bisher wurde hauptsächlich über die Auskünfte informiert. Diese erscheinen jedes halbe Jahr einmal rechtzeitig zur Olivenöl Kampagne und einmal im Herbst um die Durststrecke zur nächsten Kampagne zu überbrücken. In Zukunft könnte dann kommuniziert werden, wenn die Informationen verfügbar sind. Die Form hierfür kann ein Blog mit integriertem RSS-Feed/Newsletter per Email sein. Der Wert eines gedruckten Heftes ist unserer Einschätzung nach dadurch nicht zu ersetzen. Es sollte auch in Zukunft ein Heft geben, welches, im Gegensatz zu dem fragmentarischen Blogsystem, eine Gesamtkomposition ergibt. Parallel kann die bislang kaum gepflegte Facebook Seite mindestens mit den Inhalten des Blogs versorgt werden.

2.       Indirekte Erzeuger-Verbraucher Kommunikation -> Direkte Erzeuger-Verbraucher Kommunikation

Bisher läuft die Kommunikation zwischen Erzeugern und Verbrauchern und untereinander abgesehen von den Reisen zu den Bauern und den Olivenabholtagen über eine indirekte Kommunikation über Conrad. In Zukunft könnten die Erzeuger und Verbraucher direkt miteinander sprechen. Dafür braucht es ein passendes Format = Internet/Forum/Plattform. Stichwort Web 1.0 (einer zu vielen) zu Web 2.0 (viele zu vielen).

3.       Implizite Haltung -> Explizite Haltung

Erst seit neuestem lässt sich die Haltung des Unternehmens im Internet an einer Stelle gebündelt erfahren.

Aus der Positionierung durch die Haltung ergeben sich darstellbare und überprüfbare Unternehmensziele. Gleichzeitig sollte über die Unternehmensziele und deren Einhaltung eine ständige Kommunikation stattfinden. Die Haltung sollte sich explizit erkennbar in den Produkten widerspiegeln.

4.       Auswahl der Produkte begründen

Bisher wurden Entscheidungen für die Auswahl der gehandelten Produkte in einer uneinheitlichen Systematik dargestellt. Dieses System könnte in Zukunft vereinheitlicht werden, um Entscheidungen transparent darzustellen.

5.       Externe Spezialisten in das System integrieren

Bisher wurden viele Entscheidungen über den Handel von C.B. getroffen. Eine Produktpalette über das Olivenöl hinaus erfordert die Nutzung von externen Kompetenzen. Für jedes gehandelte Produkt soll es bei arteFakt eine hervorragend kompetente Person geben. Das bedeutet eine Einbindung von Weinexperten, Kaffeeexperten, Teeexperten ….

6.       Stärkung der Corporate Identity

Bisher werden bei arteFakt neben den Produkten unter eigenen Marke auch Fremdmarken gehandelt . In Zukunft soll es nur noch Eigenmarken bei arteFakt geben. Eine einheitliche Marke führt zu einer nachvollziehbareren Produktinformation. So entsteht ein größeres Vertrauen zu neuen Produkten.

 7.       Tabellen -> Informationsgrafiken

Aus einer erhöhten und ständig verfügbaren Transparenz entsteht mehr Information. Diese Informationen sollen ansprechend gestaltet werden. Informationsgrafiken sollen schon allein durch ihre Darstellung Spaß machen. Die Vermittlung von komplexen Sachverhalten soll in Zukunft verstärkt über Informationsgrafiken geschehen. (z.B. visualcomplexity etc…)

 8.       Brandshops

Der Laden in Wilstedt ist bisher eher ein Lagerabverkauf als eine Erlebniswelt. Zudem ist er für die Mehrzahl der Kunden nicht gut erreichbar. Damit beschränkt sich das Erlebnispotential von arteFakt auf die Olivenabholtage und die Kulturreisen. Neben diesen Formaten kann ein neues Erlebnis-Format für arteFakt etabliert werden. In einer oder mehreren großen Städten können Erlebnisräume durch einen Mix von Restaurant/Shop/Museum entstehen. Dort kann arteFakt seine Werte und Produkte erlebbar machen. Vorstellbar ist ein Restaurant, welches mit einer offenen Küche nur mit den Produkten von arteFakt kocht. Die jeweiligen Waren sind dort bestellbar/vor Ort erwerbbar und jeweils mit Informationen beschrieben.

9.       Onlinebestellen zum Erlebnis machen

Im Vorgang des Onlinebestellens liegt ein bisher noch nicht erschlossenes Erlebnispotential. Die bisher eher reduzierte und nüchterne Form kann durch eine neue Gestaltung einen höheren Erlebniswert bekommen. (Bsp.: Videos, Animationen…)

10.   Große Kredite -> Mikrokredite

Bisher wird das arteFakt System durch einen eher kleinen Kreis mit eher großen Krediten gestützt. In Zukunft kann das Kreditsystem einen höheren Stellenwert bei der Kundenbasis erhalten. Unter Umständen kann die Vergabe eines Kredites sogar Voraussetzung für den Einkauf werden. Als Anreiz für die Kreditgeber kann mit bekannten Modellen von Crowdfounding (Kickstarter, Yunus..) gearbeitet werden. In Zukunft können Investitionen von Produzenten in die Produktion noch stärker durch die Verbraucher unterstützt werden.

11.   Überarbeitung des Corporate Design

Das jetzige Corporate Design, das sich an eine eher ältere Zielgruppe richtet kann in Zukunft mit Blick auf die neue jüngere Zielgruppe überarbeitet werden. Eventuell ist auch für den Bestandsschutz der jetzige arteFakt Marke über die Entwicklung einer parallelen jungen Marke nachzudenken.

12.   Ergänzung durch Erntecamp

Neben den als Gruppen und Kulturreisen konzipierten Reisen zu den Erzeugern kann ein neues Reise Format angeboten werden. Um die persönliche Bindung zwischen Produktion/ Produkt/ Erzeuger/ Verbraucher/ Kultur herzustellen kann ein Erntecamp angeboten werden. Bei diesem Erntecamp können die Verbraucher direkt an dem Leben der Produzenten partizipieren. Nach 2 Wochen intensiver Arbeit im Olivenhain weiß man, was Olivenöl bedeutet.

13.   Ergänzung durch Eiermann Prinzip

Die Olivenabholtage können als wandernde Veranstaltung in den großen Städten stattfinden. Jedes Jahr an einem anderen Ort. Die Verbindung von europäischer ruraler Kultur und deutscher/europäischer urbaner Kultur findet dort statt, wo die Menschen sind, in den großen Städten. Zudem können Miniatur Formate bei gut besuchten kulturellen Veranstaltungen auftreten. (Hessen-Tag, Museumsuferfest, Fusion, etc…)

14.   Ergänzung durch Werbung

Bisher wird arteFakt hauptsächlich durch Empfehlungen bestehender Kunden beworben. Da es sich bei arteFakt um eine »gute Sache« handelt kann Werbung aus unserer Sicht in Zukunft verstärkt genutzt werden. Dabei eher kleine Formate -> Guerilla-Marketing
Testlauf: Kartongalerie Verschenk-Aktion

15.    Museumshain

Die Effizienz des Museumshains muss in Frage gestellt werden. Hohe Kriminalität -> keine Möglichkeiten dort alleine zu sein. Außerdem wenige Gruppenreisen pro Jahr. Geringe selbsterklärende Informationsvermittlung.

Denkbar wäre es auch die Funktion des Museumshais auf alle Anbieter zu übertragen (Patenschaften/Besuchsmöglichkeiten).

16.   Kochkurse

Die Kochkurse können durch ein kulturelles Begleitprogramm (Diskussionen, Musik, Theater) für ein jüngeres Publikum attraktiv gestaltet werden.

17.   Weiterentwicklung der Produktion

Die Forschung an der Verbesserung der Olivenölproduktion und die anschließende Umsetzung können stärker kommuniziert werden. Wissenschaftliche Forschung in der Landwirtschaft bietet einen hohen Mehrwert für die Kunden. Dadurch soll sich die Produktpalette aber nicht in Richtung elitärer Molekular-Küche entwickeln, sondern bodenständig bleiben.

18.   Ergänzung durch das Element Spiel

Der dem Handel schon immanente Spielcharakter kann durch neue Darstellungs- und Handlungsmöglichkeiten stärker im arteFakt-system verankert werden. Handel, Information, Dialog, können durch das Element »Spiel« einen höheren Interaktionsgrad erhalten.

19.   250 ml Probiersets -> kleinere Größen/größere Vielfalt

Neben dem schon bestehenden Probierset mit den 250 ml Kanistern kann es eine Probierbox geben, in der alle Olivenölsorten in 50 ml Größe enthalten sind. So kann die Vielfalt der Olivenöle von arteFakt nicht nur bei den Olivenabholtagen, sondern auch zu Hause genossen werden. Die Probierbox eröffnet neue Gebrauchsmöglichkeiten für den Verbraucher. Zum Beispiel bei einem großen Familienessen als gemeinsamer Höhepunkt, der WG-party, oder als Geschenk. Die Probierbox funktioniert ganz automatisch als Werbemittel, da in Gruppen verzehrt.

20.   Ideelle Aktionen -> Verstärkung

Die bisherigen ideellen Aktionen (Solaranlage Apulien) können durch ein neues Format gestärkt werden. Dort können von Nutzerseite Aktionen vorgestellt werden und unter die Mitglieder des arteFakt Netzwerkes mobilisiert werden.

21.   Mobile Ausstellung

Der informierte und sich informierende Kunde ist Vision von arteFakt. Eine mobile Ausstellung die über unsere Nahrung informiert. Jeweils für zwei Monate an einem anderen Standort in einer anderen Stadt. Was steckt eigentlich hinter unserem Nahrungsmittelverbrauch, welche Netzwerke gibt es, wo kommt unser täglich-Brot her, warum schmeckt es so wie es schmeckt. Eine didaktische Ausstellung zum Mitmachen und Ausprobieren. Vorschuss Finanzierung durch arteFakt Kunden/ EU-Mittel. Refinanzierung durch Eintrittsgelder/städtische Gelder. Dieses Konzept ist auch denkbar als Ausstellungskonzept für die Olivenabholtage.

22.   Ästhetisierung der Produkte

In Zukunft können sich die Gebrauchsprodukte von arteFakt durch Innovation und eine neue ästhetische Formgebung auszeichnen.

23.   Cradle-to-Cradle

Die Folgen der mit der Industrialisierung einhergehenden globalen Klimaveränderung werden die »junge Generation« prägen. In Folge dessen bietet eine Unternehmung, die in diesem  Bereich positiv agiert einen großen nicht nur ideellen Mehrwert für die Gesellschaft. Als eine Ausdrucksform von ökologisch nachhaltigem Handeln kann das Cradle-to-Cradle Prinzip Basis der zukünftigen Unternehmungen gelten.

24.   Globale Transparenz

Der Wert von arteFakt liegt zu einem hohen Teil in dem Vertrauen seiner Kunden. Eine globale Transparenz verstärkt dieses auch über den existierenden Kundenstamm hinaus.

 

 

 

Mai 19th, 2012

Ein Kommentar zu Bestandsaufnahme/Weiterentwicklungen

  1. Michael meinte am 2. Juni 2012 um 02:06 Uhr

    Zur Idee des Ertnecamp

    Hallo,
    die Idee für einige Tage im Olivenhain zu verbringen, gefällt mir erst einmal ganz gut. Allerdings denke ich auch, das es sich um eine sehr anstrengende Arbeit handelt. Für mich wäre eine Ergänzung wichtig, nebenher auch Land und Leute kennenzulernen. Das heißt nicht nur auf dem Olivenhain tätig zu werden, sondern auch in Sehenswürdigkeiten in der Nähe zu besichtigen, oder Theater bzw. Konzerte zu besuchen.
    Gruß

    Michael

Geht arteFakt eigentlich auch ohne Conrad Bölicke?

Die Frage ist vielleicht etwas… falsch gestellt. Wir wollen jetzt niemanden austauschen. Vielleicht ginge arteFakt auch ohne Conrad Bölicke. Jemand Anderes könnte auch als Hauptperson eine solche Kampagne führen und gestalten. Es müsste halt die richtige Person sein. Schwer zu finden wahrscheinlich. Aber darum geht es nicht. Es geht vielmehr darum ob es eine hauptverantwortliche Person braucht. Momentan sicherlich. Unsere Fragestellung ist aktuell aber unter anderem: kann eine solche Kampagne eigentlich auch anders funktionieren? Über viele sich dann verantwortlich fühlende Personen? Die Verbraucher als alleinige Organisatoren? Geht das überhaupt? Und wie schafft man es, dass viele sich verantwortlich fühlen? Ist das überhaupt möglich? Aber diese berechtigten Zweifel sind zu früh gestellt. Es gibt Beispiele für Bewegungen die versuchen nicht „zentralistisch“ organisiert zu sein. Nicht über eine Person, einen Vorsitzenden, oder eine kleine Gruppe von Verantwortlichen …  kann man so etwas auch auf eine große Erzeuger/Verbraucherkampagne anwenden? Können viele Menschen zusammen entscheiden was wo bestellt wird? Welche Produkte im nächsten Jahr gebraucht werden? Wo sie hingeliefert werden etc… zum Teil gibt es das ja schon bei arteFakt. Aber kann man das zu Ende denken? Und zu Ende organisieren? Das Prinzip des Marktladens im Großem? Wir kommen immerwieder an diesen Punkt. arteFakt als eine große Plattform der Selbstorganisation.

April 26th, 2012

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Die Olivenölabholtage – und wir

Was machen wir bei den Olivenölabholtagen? Die stehen ja praktisch vor der Tür. Da sind sie dann ja alle. All die Freunde, Kunden und Förderer der arteFakt-Kampagne. Und darüberhinaus dann auch noch die Erzeuger. Endlich, die Erzeuger! Machen wir Interviews? Jetzt sind sie ja mal hier. Die Librandis zum Beispiel. Bisher haben sie all unsere Interviewversuche erfolgreich ignoriert. Kein Wunder, die werden wohl mit der Ernte beschäftigt gewesen sein. Nun denn. Alle werden da sein. Und wir mittendrin. Wahrscheinlich wird man uns skeptisch bis neugierig beobachten. Aber wir wollen was zeigen. Um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Wie zeigen wir unsere Arbeits-Zwischenstände? Nach Conrads These muss man hinter dem Stand stehen – nicht sitzen. Da wird wohl was dran sein. Wir waren schon im Baumarkt. Unser Stand soll schließlich nach was ausschauen. Und machen wir Kuchen? Olivenölkuchen? Und soll es eine Flagge geben? Und kann man bei uns die Plakate kaufen? Wollen wir nicht ein Lagerfeuer machen? Und was ist mit dem „unsere seltsamsten Ideen“ Plakat? Das bisher unter Verschluss geblieben ist? Das können wir doch mal zeigen! Vielleicht will es jemand kaufen. Und unsere „zu Verschenken“ Kartons? Und die Notfallbox? Und die weiteren Pläne? Nun denn. Mal schauen. Morgen treffen wir uns wieder. Dann werden wir alles weiter ausarbeiten und durchplanen. Es sind ja nur noch ein paar Tage. Wir sind gespannt!

April 22nd, 2012

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Vereinfachung

1. arteFakt bietet ein über Olivenöl hinausreichendes Angebot. Doch ist das eigentlich wirklich notwendig? Im Besonderen auf die Zukunft gedacht? Im Laufe der Arbeit habe ich dazu immer wieder wechselnde Haltungen durchlaufen. Zum Einen gibt es die Ideen eines Abos, das bestimmte hochqualitative Nahrungsmittel abdeckt. Eine Idee die das Sortiment einerseits erweitert, aber auch thematisch aufeinander abstimmt. Zum Anderen erscheint es mir sinnvoll den Mittelpunkt der Unternehmung zu verstärken und nur noch (Oliven)- öle anzubieten. Tendenziell vielleicht sogar weniger Ölsorten. Also das eigene „Profil“ zu schärfen. Die ganze Zeit unserer Werkstattarbeit, in der Auseinandersetzung mit arteFakt habe ich immer die Lust und den Antrieb alles zu vereinfachen. Aufzuräumen. arteFakt erscheint mir wie das Wohnzimmer einer Familie die schon lange in diesem Haus lebt. Alles ist schön und gemütlich, viele Bilder hängen an der Wand. Überall stehen kleine schöne Sachen rum. Alles ist ein wenig unaufgeräumt, belebt halt. Man fühlt sich wohl. Aber könnte man nicht mal neu streichen und die Möbel umstellen und wenn man schon dabei ist: braucht ihr wirklich diesen alten Lampenschirm? Und ist EIN schönes Bild an der Wand nicht wirkungsvoller als 30 Kleine? Ja! Vereinfachen und auf das wesentliche herunter brechen. Das ist mein Bedürfnis. Die Frage ob es dann im Angebot eigentlich mehr als das Öl braucht, ist für mich noch nicht entschieden. Ich hoffe auf den Abholtagen darüber Gespräche führen zu können. Und Erkenntnisse für mich zu gewinnen.

2. Ich habe im Studium und in der Auseinandersetzung mit Gestaltung gelernt den Kern einer Künstlerischen Arbeit zu verstärken um sie zu stärken. Was will ich in einer Arbeit sagen, ausdrücken? Welche Mittel transportieren diese Aussagen am besten? Was ist der direkte Weg? Das stärkste ist fast immer das Einfache. Auf arteFakt angewendet: Was ist eigentlich die Kernaussage? Wir haben das schon beantwortet. Jeder auf unterschiedliche Art. Jeder hat seinen eigenen Blick auf diese Unternehmung. Für mich geht es um die Verstärkung von Beziehungen. Beziehungen im Kontext Verbraucher/Erzeuger. Wie verdeutlicht man diese Haltung? Und ist uns das schon gelungen in der bisherigen Arbeit? In unseren bisherigen Umsetzungen? Zum Teil. Aber noch nicht genug. Was mich ärgert. Auch tun wir uns gerade schwer mit einer Umfrageidee, die auch nach so etwas fragen soll bei der jetzigen Kundschaft. Doch vielleicht sollte man nur eine Frage stellen: Wenn arteFakt ein Kunstwerk wäre, was wäre seine Kernaussage? Oder schicken sie uns ein Wort oder einen Satz der beschreibt was arteFakt für sie ist. Und die gesammelten Worte kommen dann auf die nächste Kartongalerie?…

April 15th, 2012

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KOMMUNIKATION UND INFORMATION

Ich beobachte, dass arteFakt vor allem intern kommuniziert und informiert. Zweimal pro Jahr bekommen Menschen, die bereits ihr Interesse bekundet haben, ein Infopaket zugesandt. Wie aber erfahren neue und vor allem potenzielle Interessenten von arteFakt? Sicher viel über Mund-zu-Mund-Propaganda (aber vermutlich kaum generationsübergreifend) oder über eine gezielte Suche im Internet. Damit bleiben jedoch viele außen vor.
Ein offeneres Informations- und Kommunikationskonzept würde darauf achten, mehr Berührungspunkte auch für Außenstehende zu schaffen, und zwar sowohl über „gutes Olivenöl“ als auch über die arteFakt-Idee. Gerade bei arteFakt bietet es sich an, den aktiven Teil der Kunden als Multiplikatoren zu nutzen. Dafür bräuchte es allerdings geeignetes, sich an Außenstehende richtendes Infomaterial zum Auslegen, Aufhängen und Weitergeben, Vorlagen für
Webbanner, die auf der eigenen Internetseite eingebaut werden können, eine Vorlage für eine E-Mail-Signatur, Tweets, regelmäßige Infos auf Facebook, usw. Klassische Anzeigen (Print und Online) sind teuer. Es gibt aber Publikationen, die  so zielgruppenspezifisch sind, dass sich eine Anzeige dort vermutlich schon lohnen würde.

Zora

April 14th, 2012

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WELCHEN PREIS HAT GUTES ÖL?

Immer, wenn ich mit Menschen in meiner Umgebung über Olivenöl und Artefakt spreche, finden sie die Sache gut. Ganz schnell sind wir dann aber immer beim Geld. Was denn so ein Öl koste, fragen sie. Und die meisten sagen: „Das ist aber ganz schön teuer.“ Ich erfahre, was das Olivenöl kostet, das sie sonst benutzen, und dass das auch schmecke und außerdem „gut“ getestet sei. Ich argumentiere dann mit dem Geschmack. Und viele können sich schon vorstellen, dass teurere Olivenöle besser schmecken. Aber sie finden, dass es das Öl, welches sie benutzen, durchaus auch tue. Das sagen selbst diejenigen, die es sich durchaus leisten könnten, etwas mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Meist kann ich gerade noch was sagen über „nativ extra“, und dass das längst nicht immer drin ist, wo es draufsteht. Dann spätestens aber ist es wie immer, Fazit: Man könne eben nicht alles richtig machen. Das stimmt ja auch. Ich lerne: Für viele hat gutes Öl eben (noch) keinen Preis.
Diese Erfahrung teile ich mit einer Förderin der Zukunftswerkstatt, die in ihrem Bekanntenkreis ähnliche Erfahrungen macht. Wir sind der Meinung, dass dies kein Generationsproblem ist, sondern dass natives Olivenöl extra einfach (noch) nicht auf der Liste von Lebensmitteln steht, die viele Menschen auf jeden Fall öko und fair kaufen wollen. Anders als etwa bei Kaffee sehen sie hier die Notwendigkeit (noch) nicht. Da hilft nur mehr Aufklärung!

Zora

April 14th, 2012

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ERZEUGERPORTRÄITS

Die Beziehung zu den Erzeugern ist meiner Meinung nach das Herzstück von arteFakt und ein Alleinstellungsmerkmal dazu. ArteFakt macht aus Olivenbauern Oliviers, vermarktet deren authentische Produkte, schreibt ihre Namen auf jeden Kanister, organisiert Kredite und Fortbildungen und lädt sie nach Wilstedt ein. Nur: Wer dort nicht hinkommt, hat wenig Chance, sie kennenzulernen. Mir würde es gefallen, wenn mir die Erzeuger auch auf der Internetseite vorgestellt würden: mit einer Art Steckbrief, kurzen, gut lesbaren Texten, Interviews, Statements, schönen Fotos von ihnen, ihren Hainen, der Mühle und der Gegend, vielleicht sogar einem kurzen Video.

Zora

April 14th, 2012

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ESSEN UND INTERNET

Schon auf der Rückfahrt aus Apaluien, fragten wir uns, ob wir schon mal im Internet essbares bestellt haben. Ich kann diese Frage mit nein beantworten und frage mich, wieso ich anscheinend von dieser Möglichkeit noch nie Gebrauch gemacht habe!?
Schließlich ist das Internet ein Raum in dem sich unsere Generation wie selbstverständlich bewegt und aufhält. Das aussprechen dieser Tatsache führte bei einer Mitfahrerin dann auch zur Irritation, obwohl eine Generation älter als wir, erschien es ihr als völlig normal Lebensmittel im Internet zu bestellen. Vermutlich ist mein Kaufverhalten im Internet auch nicht repräsentativ für meine Altersgruppe. Wenn ich darüber nachdenke was ich im Internet kaufe, so sind es Dinge von denen ich glaube, sie in meiner näheren Umgebung nicht zu bekommen, oder ich nutze diese Möglichkeiten in stressigen und arbeitsreichen Zeiten. Aber natürlich gehe ich lieber in den Buchladen um die Ecke, anstatt meine Bücher bei einem riesigen Onlineportal zu bestellen. Vielleicht bin ich altmodisch, aber das von Hand zu Hand im Buchladen gefällt mir, dass in Augenschein nehmen eines Dings und seine Greifbarkeit.
Wie hat es bei den arteFakt Kunden funktioniert? Hat der Großteil das Olivenöl und die ganzen anderen Lebensmittel auf den Olivenölabholtagen kennen gelernt, oder über begeisterte Freunde und Bekannte? Oder ist die Bereitschaft diesbezüglich ein Experiment zu wagen in anderen Lebensbereichen größer?
Ich frage mich wie es andere Zeitgenossen von mir handhaben. Ich weiß, das Freunde die aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten müssen und deswegen auf Ersatzprodukte angewiesen sind, oder von anderen, die sich bewusst dafür entschieden vegan zu leben, dass sie ihre Lebensmittel teilweise im Internet bestellen. Ein Freund bestellt Reis bei einem Unternehmer für den er hin und wieder arbeitet. Aber wie sieht es mit den anderen aus.

Ich beginne nun also meine kleine Umfrage und werde davon berichten.

Anna

April 12th, 2012

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